Alina Herbing geboren 1984 in Lübeck, hat mit „Rom, New York, Berlin“ ein Romanprojekt eingereicht, das die Jury in seiner Gegenwärtigkeit und mit seiner literarischen Raffinesse überzeugt hat. Erzählt wird von einem internationalen Paar, Ben und Marie. Er ist der Sohn einer jüdischen Familie in New York, sie Journalistin in Berlin. Im Sommer 2020, mitten in der Pandemie, entschließen sich die beiden, auf einer karibischen Insel zu heiraten, doch auf dem Weg dorthin strandet Marie in einem 5-Sterne-Ressort. Was sich an der Oberfläche liest wie ein Lifestyle-Text, ist in Wahrheit ein eleganter Text über eine Welt am Kipp-Punkt, über Machtverhältnisse und über eine Frau, deren Prägungen dafür sorgen, dass sie sich überall fremd fühlt.