Saisonstart 2026 mit Andreas Schäfer

Gelungener Start in die neue „Zwei Raben“ Saison 2026: Andreas Schäfer las am 28. Mai in Rauschenberg aus „Letzter Akt“

Herrliches Frühsommerwetter, ein wunderbarer Blick in die umliegende Landschaft und die historische Rauschenberger Stadtkirche mit ihrem spätgotischen Flügelaltar boten eine sehr angenehme Atmosphäre für die Lesung des Schriftstellers Andreas Schäfer.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Literaturfrühling Marburg – Biedenkopf“ las der Autor aus seinem neuen Roman „Letzter Akt“ (2026, Du Mont). Für den musikalischen Rahmen sorgte der Sänger und Gitarrist Steffen Hoffmann aus Rauschenberg.

Schäfer erinnert sich gerne an seine Zeit als Stipendiat von „Zwei Raben“ in der Autorenwohnung des Ubbelohdehauses. Hier hatte er im Herbst 2024 an eben diesem Roman gearbeitet. Der Autor „führte sein Publikum direkt in das Atelier des Malers Victor. Die berühmte Schauspielerin Dora ist bei ihm … . Sie kennen sich seit einigen Wochen. Schon bei der ersten zufälligen Begegnung hat sie dieser geheimnisvolle Mann fasziniert, denn er hatte nie von ihr gehört, keine vorgefertigten Bilder von ihr im Kopf. Wunderbar! … Gleich mit den ersten vier Seiten, die wie ein Prolog wirken, legt Andreas Schäfer eine subtile Spannung zwischen Maler und Mimin an. … Welche Kräfte werden sich entfalten, welche Rolle wird die Kunst dabei spielen? (Sabine Jackl, Oberhessische Presse, 02.06.2026).

Alexandra Klusmann, Bürgermeisterin von Rauschenberg und Schatzmeisterin von „Zwei Raben“, moderierte die Veranstaltung. Im unterhaltsamen Gespräch mit dem Autor erhielten die Zuhörer weiterführende Hintergrundinformationen zu den Hauptfiguren des Romans und auch zur Entstehungsgeschichte: „Die Idee zum Roman sei ihm auf einer Ausstellung des Malers Lucian Freud gekommen: 'Ich war überwältigt von der Intensität der Maler-Modell-Beziehung – aber auch vom oft machtvollen bis übergriffigen Blick des Künstlers'.“ (Sabine Jackl, Oberhessische Presse, 02.06.2026)

Zum Abschluss der 90-minütigen Veranstaltung las Andreas Schäfer Auszüge aus „Pappelmacht. Alphabet aus dem Lahntal“. Es ist sein Text, den er wie alle Stipendiatinnen und Stipendiaten von „Zwei Raben“ dem Literaturverein zur Publikation schenkt. Veröffentlicht wurde dieser in der neuesten Anthologie „Rabenbetrachtungen III. Notizen aus dem Ubbelohde Haus. Hrsg von Gabriela Ociepa und Erika Schellenberger, Wunderhorn Verlag. Heidelberg 2026“.

Am Büchertisch von „Lenis Buchladen“ aus Kirchhain konnte man den Roman „Letzter Akt“ sowie weitere Werke des Autors kaufen und signieren lassen.

Der Kultur- und Verschönerungsverein Rauschenberg e.V. hatte den Verkauf von Getränken und Brezeln organisiert. So konnte der Abend, wiederum musikalisch untermalt von Steffen Hoffmann, stimmungsvoll und in geselliger Runde auf dem Kirchhof ausklingen. Schäfer mischte sich ins Publikum und stand für Fragen zur Verfügung. Ein Angebot, das gern angenommen wurde.

Herzlichen Dank an die Journalistin Sabine Jackl für ihren Bericht „Wir sind als Schreibende ja auch nur Figuren“, der in der Oberhessischen Presse vom 2. Juni 2026 erschienen ist. Daraus durften wir hier zitieren.

Else Funke, Schriftführerin