Lesung im Kunstmuseum Marburg mit Iris Wolff: Wolkendienst


24.11.22 um 18.00 Uhr

Kunstmuseum Marburg, Biegenstraße 11

Bilderdialog: Lesung mit Iris Wolff: „Wolkenstudie von Otto Ubbelohde“
Iris Wolff: Wolkendienst

Eintritt frei

Die „Zwei Raben“- Stipendiatin berichtet von ihren Erfahrungen im Otto Ubbelohde-Haus; sie beschäftigt sich mit den Wolkenstudien und Ladschafts-Skizzen des Malers, und denkt über den Abstand nach, den es zur Welt braucht, um einen neuen Blick in der Kunst zu ermöglichen. Iris Wolff stellt erstmals den während ihres Herbststipendiums 2022 entstandenen Text vor, der in den Rabenbetrachtungen 2023 veröffentlicht wird.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein „Zwei Raben: Literatur in Oberhessen e.V.“ statt. Das Gespräch führt die erste Vorsitzende Dr. Erika Schellenberger.

Anlässlich des 100. Todesjahres von Otto Ubbelohde findet die Veranstaltung an einem besonderen Ort statt, denn das Kunstmuseum Marburg verfügt über eine umfangreiche Sammlung an Graphiken und Gemälden des Künstlers.

Weitere Informationen und Anmeldung:

Es wird um Anmeldung über bildung.museum@uni-marburg.de oder telefonisch (dienstags bis donnerstags) unter der Telefonnummer 06421 28-22631 gebeten. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung die gewünschte Personenanzahl an. Es gelten coronabedingte Hinweise für Besucher*innen, die der Website des Museums unter https://www.uni-marburg.de/de/museum/besuch/inform... entnommen werden können. Die Veranstaltung wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Der Eintritt ist frei.

Zwei Raben:

Termine

Literaturhaus unterwegs...: Marica Bodrožić liest aus „Die Arbeit der Vögel“


Marica Bodrožić liest am 01. November um 19 Uhr in der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Marburg, Liebigstraße 21 a, 35037 Marburg aus „Die Arbeit der Vögel – Seelenstenogramme“ und ist damit zu Gast beim „Literaturhaus unterwegs“ des Vereins „Zwei Raben“.

Mit „Die Arbeit der Vögel – Seelenstenogramme“ ist der Autorin ein vielschichtiges Buch über Erkenntnis und Erfahrung von Flucht gelungen und wie man in Zeiten des Krieges Menschlichkeit erfährt.

Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten gelangt Walter Benjamin im September 1940 auf einem alten Schmugglerpfad vom französischen Grenzort Banyuls-sur-Mer ins nordspanische Portbou. Tags darauf setzt er seinem Leben ein Ende. Acht Jahrzehnte später nimmt Marica Bodrožić den letzten Weg des großen deutschen Schriftstellers und Philosophen zum Anlass, um über unsere Zeit, die Komplexität von Lebensläufen und Identität, Freundschaft und Flucht nachzudenken.

Marica Bodrožić, geboren 1973 in Dalmatien. 1983 siedelte ihre Familie nach Hessen über. Sie schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays, die in über sechzehn Sprachen übersetzt wurden und unterrichtet seit vielen Jahren literarisches Schreiben. Bodrožić hat für ihr Werk zahlreiche Preise erhalten, darunter den Manès Sperber Preis, den Walter Hasenclever Literaturpreis, den Preis der Ricarda Huch Poetikdozentur für Gender und den Literaturpreis der Konrad Adenauer Stiftung. Marica Bodrožić lebt heute als freie Schriftstellerin in Berlin.

Eine Veranstaltung von Zwei Raben: Literatur in Oberhessen mit der Christlich Jüdischen Gemeinde und Kulturelle Aktion - Strömungen e.V.

Kartenreservierungen unter zweiraben@litarturinoberhessen.de

Abendkasse: Eintritt 8,- Euro, ermäßigt 5,- Euro.

​Literarische Soirée mit Iris Wolff


Literarische Soirée mit Iris Wolff

17.09.2022 um 16 Uhr im Bienengarten am Otto Ubbelohde-Haus, Otto-Ubbelohde-Weg 30, 35094 Lahntal

Moderiert wird in gewohnt launiger und kenntnisreicher Weise von Thomas Hettche

Musik: Tim Riemenschneider

Eintritt: frei


Wenn nur das Netz aus Straßen Bedeutung hatte, das
die Landkarte überzog, feine Gitterlinien, die ihn über
Flüsse und Berge trugen – und es war ihm allermal genug,
auch wenn sie ihn noch nie über eine Ländergrenze
hinweg getragen hatten.

Stipendiatin 2022: Iris Wolff, So tun, als ob es regnet.

Buchvorstellung und Gespräch mit Norbert Hummelt zu "1922 - Wunderjahr der Worte"


Am Montag, dem 13. Juni 2022 um 20 Uhr im TTZ (Technologie- und Tagungszentrum), Softwarecenter 3/Frankfurter Str., 35037 Marburg
stellt Norbert Hummelt sein neuestes Werk "1922-Wunderjahr der Worte" vor.

Eintritt: 5,- € und 3,- € ermäßigt
Veranstalter: Kulturelle Aktion Marburg - Strömungen e.V. und Marburger Literaturforum e.V. und "Zwei Raben: Literatur in Oberhessen e.V."

Das Buch:
Norbert Hummelt: "1922-Wunderjahr der Worte", Gebunden, 416 Seiten, Preis 22,- €, erschienen im Februar 2022 im Luchterhand Verlag und ISBN 978-3-630-87654-2

Zum Inhalt:
Aufbruch in die Moderne. 1922 ist ein Jahr von unglaublicher schöpferischer Energie: ein Wunderjahr der modernen Literatur. Eine Fülle literarischer Werke erscheint, die den Gang der Weltliteratur verändern. In Paris wartet James Joyce voller Ungeduld auf die ersten Exemplare seines »Ulysses«. Virginia Woolf ist in London dabei, sich ihren eigenen Raum zu erschreiben. Rainer Maria Rilke vollendet, was er einst auf Schloss Duino begonnen hat. Katherine Mansfield steckt ihre ganze Kraft in ihre Short Stories. Und im englischen Seebad Margate findet T.S. Eliot radikale Töne für das widersprüchliche Lebensgefühl des noch jungen 20. Jahrhunderts. Quer durch Europa begleitet Norbert Hummelt diese Autoren und Autorinnen durch ein aufregendes Schaffensjahr und fängt dabei die spannungsgeladene politische Stimmung der Zeit ein.

Zum Autor:
Norbert Hummelt wurde 1962 in Neuss geboren und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für sein lyrisches Gesamtwerk wurde er 2021 mit dem Rainer-Malkowski-Preis ausgezeichnet. Zuvor hatte er u.a. den Hölty-Preis für Lyrik, den Rolf-Dieter-Brinkmann-Preis, den Mondseer Lyrikpreis sowie den Niederrheinischen Literaturpreis erhalten. Er übertrug T.S. Eliots Gedichtzyklen „Das öde Land“ und „Vier Quartette“ neu ins Deutsche und ist Herausgeber der Gedichte von W.B. Yeats. Bei Luchterhand erschienen zuletzt seine Gedichtbände »Fegefeuer« und »Sonnengesang«.

Liedermacher Fredrik Vahle auf dem Hofgut Friedelhausen


Liedermacher Fredrik Vahle stellt am 17.6. 2022 um 18 Uhr im Café auf dem Hofgut Friedelhausen seine Autobiografie „Schräge Lieder, Schöne Töne“ vor.

Fredrik Vahle: Schräge Lieber, Schöne Töne, Gütersloher Verlagshaus, ISBN 9783579014852, 304 Seiten

Literatur im Dorf


Paul-Henri Campbell liest seinen während des Autorenstipendiums entstandenen Text.

8.6.2022 um 18 Uhr in der Kirche Goßfelden, Roßweg 14, 35094 Lahntal

Die Veranstaltung wird von Alissa Walser moderiert und von Gangolf Seitz musikalisch begleitet.

Eintritt
8,- € / ermäßigt 5,- €


nur manchmal schreckt es
o stein und zwille
ihn kreischend auf
dann geht ein schuss hinein
geht ein elektrisch hochgespannter wille
und fängt im herzen wieder an zu sein

Stipendiat 2022: Paul-Henri Campbell, rückkehrer.

Einzug Paul-Henri Campbell und Literarische Soirée mit Iris Wolff


Am 15. März 2022 wird Paul-Henri Campbell die Künstlerwohnung im Ubbelohde-Haus beziehen.

Mit der Literarischen Soirée am 17. September um 16 Uhr zieht Iris Wolff in die Künstlerwohnung ein.


Weitere Informationen finden Sie rechtzeitig auf der Homepage.

Lesung mit Wolfgang Büscher am 25. Oktober um 19.00 Uhr


Wolfgang Büscher liest aus seinem Roman "Heimkehr".

Ein Junge steht am Fenster seines Elternhauses, Abend für Abend, und schaut der Sonne zu, wie sie hinter den Hügelketten im Westen verschwindet. Die Wälder durchstreift er mit Freunden. Sie bauen Hütten, die der Förster zerstört. Es sind die frühen sechziger Jahre.

Jahrzehnte darauf macht Wolfgang Büscher den Traum seiner Kindheit wahr. Er zieht in den Wald und erlebt dort Frühjahr, Sommer, Herbst. Ein Fürstenhaus an der hessisch-westfälischen Grenze, wo Büscher aufwuchs, überlässt ihm eine Jagdhütte – mitten im Wald, mitten in Deutschland. Hier schlägt er sein Feldbett auf. Kein Strom, kein fließend Wasser. Er richtet sich auf eine stille Zeit ein, auf Holzhacken und Feuermachen, eine Jagd ab und zu, eine Wanderung, ein Schützenfest, auf radikale Einsamkeit und eine Schwärze der Nächte, die in der Stadt unbekannt ist. Das Jahr wird ungeahnt dramatisch, Sturm, Hitze und Käferplage bringen den halben Wald um. Und noch etwas ändert alles.

Büschers Mutter stirbt in diesem Sommer, das Haus, in dem er aufwuchs, ist nun leer, aber voller Erinnerungen. Eine Heimkehr, existenzieller als erwartet.

Ein Buch aus einer Welt fern vom Getöse und Gelärm unserer Zeit. Erkundung des eigenen Landes, Sturm der Erinnerung und Éducation sentimentale zugleich – literarisch, hellsichtig, überwältigend.

Wolfgang Büscher, geboren 1951 bei Kassel, ist Schriftsteller und Autor der «Welt». Seine Reiseerfahrungen, schrieb «Der Spiegel», «gehören zum Besten, was in den letzten Jahren in deutscher Sprache erschienen ist». Büscher veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter «Berlin - Moskau» (2003), «Deutschland, eine Reise» (2005), «Hartland» (2011) und «Ein Frühling in Jerusalem» (2014). Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kurt-Tucholsky-Preis, dem Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis und dem Ludwig-Börne-Preis.

Wolfgang Büscher
Heimkehr, Originalausgabe, 208 Seiten, € 22,00 (D)/ € 22,70 (AT), ISBN: 978-3-7371-0089-2

Ort:
Alte Kirche Bürgeln
35091 Cölbe-Bürgeln

Eintritt:
8 Euro / erm. 4 Euro

Bitte um Anmeldung:
zweiraben@literaturinoberhessen.de

Lesung mit Musik: Nachwächter in Marburg "Hört ihr Leut und lasst euch sagen…"


Donnerstag, 18. November um 19.00 Uhr

Lesung mit musikalischen Einlagen mit Wilhelm Stehling: Nachtwächter in Marburg „Hört ihr Leut und lasst euch sagen…“ in Kooperation mit dem Marburger Haus der Romantik.

Ort: Rathaussaal Marburg, Markt 1

Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €
Um Anmeldung wird gebeten unter: zweiraben@literaturinoberhessen.de

Lesung mit Esther Kinsky im "Schenkschen Gutshof"


Was gibt es Schöneres, als im Frühherbst in der Natur unter freiem Himmel zu sitzen und literarischen Gedanken zu lauschen?

Die Autorin liest am 29.9.2021 im »Schenkschen Gutshof« aus ihrem Gedichtband „Schiefern.“ Um 18 Uhr wird die Veranstaltung optional mit einer Garten-Führung auf Rilkes Spuren eröffnet, anschließend daran beginnt um 19 Uhr die Freilichtlesung in einem je nach Wetterlage beheizten Zelt auf der Wiese.

Kinsky wuchs im Rheinland auf und studierte in Bonn Slawistik. Sie arbeitet als literarische Übersetzerin aus dem Polnischen, Englischen und Russischen und als Autorin von Prosa und Lyrik. Nach Jahren in London lebt sie derzeit in Berlin.

Sowohl für ihre übersetzerische als auch für ihre schriftstellerische Arbeit wurde Esther Kinsky mehrfach ausgezeichnet. Für den Roman „Hain“ gewann sie 2018 den Preis der Leipziger Buchmesse.

In dem 2020 erschienen Gedichtband „Schiefern“ widmet sich Esther Kinsky dem Schiefer, dem vielgestaltigen, wandlungsfähigen Sedimentgestein, und den Slate Islands, einem kleinen Archipel vor der Westküste Schottlands.

Kurzinformation:
Veranstalter: »Zwei Raben: Literatur in Oberhessen e.V.«
Führung durch den Garten um 18 Uhr
Lesung mit Esther Kinsky um 19 Uhr
Eintritt: 8 € /erm. 4 € (Zwiebelkuchen und Apfelwein gratis!)
Adresse: Schenkscher Gutshof, Gießener Straße 4a, 35112 Fronhausen

Begrüßung von und Lesung mit Olga Martynova am 11. September 2021 um 16 Uhr


Am Samstag, dem 11. September 16.00 Uhr begrüßen wir unsere fünfte Stipendiatin des Vereins Zwei Raben: Literatur in Oberhessen Olga Martynova

Sie liest aus ihren Texten. In gewohnter Manier führt Thomas Hettche das Autorengespräch.

Die Veranstaltung findet im Bienengarten des Otto Ubbelohde – Hauses statt.

Es gilt der 3 G-Nachweis, um Anmeldung wird gebeten zweiraben@literaturinoberhessen.de

Ein Tag für die Literatur und die Musik: Stipendiaten-Lesung mit Swing-Musik


Auf vielfachen Wunsch planen wir, eine Veranstaltung im Garten des Ubbelohde-Hauses durchzuführen. Wir berücksichtigen die geltenden Hygienemaßnahmen und bitten alle Teilnehmer herzlich um ihre Kontaktdaten und gegebenenfalls um die Vorlage eines (negativen) Coronatests.

Sonntag, 30. Mai 2021 um 14.30 – 17.00 Uhr, Garten, Eintritt frei (Spenden erbeten)

Sandra Burkhard liest einen Text, der während ihres Aufenthalts im Frühling 2021 entstanden ist. Die Bang-Haus Swing Combo aus Lahntal umrahmt die Lesung im Garten des Ubbelohde-Hauses musikalisch. Der Verein „Zwei Raben“ stellt auch die Schriftenreihe „Rabenbetrachtungen – Notizen aus dem Ubbelohde-Haus" vor. Es gibt Führungen (Arbeitskreis und Gartenfeen des Ubbelohde-Hauses) – Kaffee und Kuchen stehen bereit. Die Lesung findet in Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen statt, wo Marion Poschmann, Zwei-Raben-Stipendiatin des Jahres 2019, um 19.00 Uhr im KiZ liest

Eine Veranstaltung des Vereins Zwei Raben: Literatur in Oberhessen e.V. in Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen. Gefördert von der Gemeinde Lahntal und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Begrüßung von und Lesung mit Marcus Braun am 19. September 2020 um 16 Uhr


Einladung zur literarischen Soirée mit Marcus Braun am 19.9.2020 um 16.00 Uhr im Ubbelohde Haus in Goßfelden.

Marcus Braun liest am 19.09.2020 um 16.00 Uhr im Garten des Ubbelohde Hauses (Otto-Ubbelohde-Weg 30, 35094 Goßfelden) ausgewählte Texte aus seinen veröffentlichten Büchern.

Schriftsteller Thomas Hettche moderiert die literarische Soirée und stellt dem Publikum Markus Braun und sein Werk vor. Beim anschließenden Empfang besteht die Möglichkeit, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Musikalisch wird der Nachmittag vom CB Jazz Trio begleitet, auch steht ein Spaziergang durch die Ubbelohde Gärten mit Karl Heinz Görmar auf dem Programm.

Eintritt ist frei.

Aufgrund von Covid 19 und begrenzten Plätzen wird um schriftliche Anmeldung gebeten unter: zweiraben@literaturinoberhessen.de

Marcus Braun zieht am 15. September ins Ubbelohde-Haus ein


Marcus Braun zieht am 15. September für drei Monate in die Autorenresidenz im Ubbelohde Haus in Goßfelden ein. Damit lebt und arbeitet nach Marion Poschmann und Christoph Peters der dritte Stipendiat des Vereins „Zwei Raben: Literatur in Oberhessen“ in der großzügig geschnittenen Atelierwohnung mit Blick ins Lahntal.

1971 an der Mosel geboren und ist Braun zunächst mit Theaterstücken, dann aber vor allem mit Romanen bekannt geworden, unter anderem Delhi (1999), Nadiana (2000) und jüngst Der letzte Buddha (2017). Seit 2015 arbeitet er auch als Maler.

Die Jury des Autorenstipendiums ist vom halsbrecherisch virtuosen Erzählen beeindruckt. „Sichtlich vom französischen Surrealismus und den Verfahren der Moderne geprägt, stellen seine Romane unsere Wahrnehmungen ebenso wie unsere Erwartungen auf die Probe. Seine Bücher richten ihren Blick ebenso auf uns, seine Leser“, so heißt es in der Begründung für die Auswahl Marcus Brauns.

Sein erzählerisches Talent beeindruckte ebenso die Jury des Wolfgang-Koeppen-Preises der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, für den er in 2020 ausgezeichnet wurde.

Mit Unterstützung des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der Gemeinde Lahntal und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst vergibt der Verein jährlich zwei Aufenthaltsstipendien für Schriftsteller im ehemaligen Atelier- und Wohnhaus des Malers Otto Ubbelohdes in Goßfelden bei Marburg. Es wird erwartet, dass die Autoren und Autorinnen während der Zeit in Goßfelden mit dem Werk Otto Ubbelohdes und der historisch-ästhetischen Situation des Atelierhauses auf dem Lande in einen künstlerischen Dialog treten.

Eine wunderbare Zeit ist zu Ende


Zum Abschluss einer wunderbaren Zeit las Marion Poschmann am 8. Dezember 2019 aus ihrem Werk "Die Kieferninseln" und einen neuen Text über Raben, der in den letzten Monaten im Ubbelohde-Haus entstanden ist. Ausgerechnet Raben, warum hat sich Ubbelohde für Raben entschieden und diesen Vögeln, die doch eher als düster und unheilbringend gelten, so viel Beachtung geschenkt. Diese Frage hat Marion Poschmann von Anfang an interessiert und hat sich auf ihre Weise diesem klugen Tier genähert. Herausgekommen ist ein wunderbarer Essay über Raben und deren Bedeutung.

Eröffnungsveranstaltung am 21.09.2019 im Garten des Otto-Ubbelohde-Hauses


Thomas Hettche, Elisabeth Volck-Duffy, Ludwig Rinn, Marion Poschmann, Erika Schellenberger-Diederich, Claudia Scholtz

Der Verein „Zwei Raben: Literatur in Oberhessen“ und die Otto-Ubbelohde-Stiftung hatten am 21.09. zu einem Sommerfest in den Garten des Otto-Ubbelohde-Hauses eingeladen. Bei herrlichem Spätsommerwetter kamen mehr als hundert Gäste.
Nach einem Sektempfang und Grußworten von Herrn Rinn (Otto-Ubbelohde-Stiftung), Herrn Dr. Morr (Landkreis Marburg-Biedenkopf), Frau Maier-Bairam (Gemeinde Lahntal) und Frau Volck-Duffy (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst) stellten Frau Dr. Schellenberger und Herr Prof. Dr. Hettche den Verein, das Stipendiatenprojekt und die erste Stipendiatin Marion Poschmann der Öffentlichkeit vor. Es folgte eine Lesung von Frau Poschmann aus ihrem Roman „Die Kieferninseln“. Im Anschluss an die Lesung hatte man Gelegenheit, die Stipendiatenwohnung im Ubbelohde-Haus zu besichtigen.
Für alle Gäste standen ein Buffet und Getränke bereit. Zur schönen Atmosphäre trug die Swingmusik der CB-Band bei.

Literarische Soirée am 21.09.2019 - Impression


Über 100 Gäste fanden sich bei schönstem Sommerwetter im Ubbelohde-Garten ein. Marion Poschmann las aus ihrem Roman "Die Kieferninseln". Mit der Lesung wurde gleichzeitig der offizielle Einzug der ersten Autorenstipendiatin gefeiert. Bis Anfang Dezember verweilt sie mit ihrem Mann Carsten Zimmermann im Ubbelohde-Haus und schreibt weiter an ihren Texten oder reist zu Lesungen in der ganzen Bundesrepublik.
Ein gelungener Auftakt für den Aufenthalt der Autorin.

Literarischer Nachmittag und Lesung mit Marion Poschmann


Literarischer Nachmittag für Freunde, Förderer und Stiftungsmitglieder am 8. Dezember 2019. Marion Poschmann liest ab 16.30 Uhr im Ubbelohde-Haus, Otto-Ubbelohde-Weg 30, 35094 Goßfelden aus ihren Werken.

Im Anschluss, um 18.00 Uhr, liest Marion Poschmann in einer öffentlichen Lesung aus "Die Kieferninseln", "Geliehene Landschaften" und aus ihren anderen Werken, ebenfalls im Ubbelohde-Haus, Otto-Ubbelohde-Weg 30, 35094 Goßfelden.

Eintritt 8 Euro / erm. 4 Euro


Die Kieferninseln

Ein Roman von meisterhafter Leichtigkeit: tiefgründig, humorvoll, spannend, zu Herzen gehend. Im Teeland Japan mischen sich Licht und Schatten, das Freudianische Über-Ich und die dunklen Götter des Shintōismus. Und die alte Frage wird neu gestellt: Ist das Leben am Ende ein Traum?

Gilbert Silvester, Privatdozent und Bartforscher im Rahmen eines universitären Drittmittelprojekts, steht unter Schock. Letzte Nacht hat er geträumt, dass seine Frau ihn betrügt. In einer absurden Kurzschlusshandlung verlässt er sie, steigt ins erstbeste Flugzeug und reist nach Japan, um Abstand zu gewinnen. Dort fallen ihm die Reisebeschreibungen des klassischen Dichters Bashō in die Hände, und plötzlich hat er ein Ziel: Wie die alten Wandermönche möchte auch er den Mond über den Kieferninseln sehen. Auf der traditionsreichen Pilgerroute könnte er sich in der Betrachtung der Natur verlieren und seinen inneren Aufruhr hinter sich lassen. Aber noch vor dem Start trifft er auf den Studenten Yosa, der mit einer ganz anderen Reiselektüre unterwegs ist, dem Complete Manual of Suicide.
Quelle: Suhrkamp Verlag